RADIOSYNOVIORTHESE als Teil des Leistungsangebotes von Nuklearmedizin 360°

Radiosynoviorthese

Mit der Radiosynoviorthese bieten wir Ihnen eine nuklearmedizinische Methode zur Behandlung schmerzhafter entzündlicher Gelenkerkrankungen an. Wir führen diese Behandlung an unseren Nuklearmedizin 360° Standorten in Köln und Leverkusen Medilev durch. Die Radiosynoviorthese hat sich insbesondere bei rheumatischen Erkrankungen bewährt, etwa bei chronischer Polyarthritis, Psoriasisarthritis sowie bei aktivierten Arthrosen. Verantwortlich für die eingeschränkte Beweglichkeit der Gelenke und die damit verbundenen Schmerzen ist eine Entzündung der Gelenkinnenhaut. Sie kann zudem wuchern und sich so wiederum schädlich auf Knochen, Knorpel und Bindegewebe auswirken. Die Injektion radioaktiver Substanzen wie Yttrium-90 (Kniegelenk), Rhenium-186 (Schulter-, Ellenbogen-, Hand-, Hüft- und Sprunggelenke) sowie Erbium-169 (Finger- und Zehengelenke) bewirkt, dass sich die Wucherungen zurückbilden. Auf diese Weise kann der Schmerz gemindert oder beseitigt und die Funktion des Gelenkes verbessert werden. Außerdem kann die Neigung zur Bildung von Gelenkergüssen beseitigt werden. Dieser Therapieeffekt kann bis zur vollständigen Ausbildung vier bis sechs Monate benötigen. Häufig tritt eine deutliche Besserung jedoch schon nach wenigen Tagen oder Wochen ein.

Vorbereitung der Behandlung

Bei einer Untersuchung der großen Körpergelenke spritzen wir vorab Kontrastmittel in das Gelenk. Bitte informieren Sie uns daher schon während der Terminvergabe, falls Sie unter einer Kontrastmittel-Allergie leiden.

Ablauf der Behandlung

  • Voruntersuchung
    
Zunächst stellen wir mit einem sogenannten Skelettszintigramm fest, ob eine Radiosynoviorthese für Sie persönlich ratsam ist. Hierbei beurteilen wir szintigraphische Aufnahmen der betroffenen Gelenke bzw. des ganzen Körpers.
  • Radiosynoviorthese
    
Unter örtlicher Betäubung punktieren wir das entzündete Gelenk mit einer sehr dünnen Nadel. Je nach Größe des betroffenen Gelenks applizieren wir schwach radioaktive Substanzen, die nur wenige Millimeter im Gewebe wirken. Die Therapie erfolgt unter Röntgenkontrolle, um sicherzugehen, dass die radioaktive Substanz vollständig und exakt in die Gelenkhöhle gelangt.

Nach der Behandlung

Nach der Therapie stellen wir das betroffene Gelenk für zwei bis drei Tage ruhig. Sie sollten es bitte für weitere zwei Wochen schonen. Wurde Ihr Hüft-, Knie-, oder Fußgelenk behandelt, erhalten Sie von uns ein Rezept über Heparin. Um einer Thrombose vorzubeugen, spritzen Sie das Heparin bitte eine Woche lang täglich unter die Haut. Im Einzelfall können wir Ihnen auch eine stationäre Aufnahme anbieten, wenn Ihre Versorgung zu Hause nicht gewährleistet sein sollte.

In den ersten Tagen nach der Behandlung können die Beschwerden vorübergehend stärker werden. Wenn Sie das Gelenk regelmäßig kühlen, sollten die Schmerzen jedoch bald nachlassen. Schon nach wenigen Tagen ist eine deutliche Besserung zu erwarten. Nach vier bis sechs Monaten sollte die Entzündung ausgeheilt sein.